Entgiftung und Ausleitung

Ein Überblick über naturheilkundliche Ansätze zur Entgiftung, Ausleitung und Unterstützung der körpereigenen Regulationsprozesse.

Entgiftung und Ausleitung

Der menschliche Körper produziert rund um die Uhr Gesundheit. Doch wenn das Gleichgewicht der Kräfte gestört ist, entstehen Krankheiten. Jeden Tag kommen wir mit etwa 50.000 Fremdstoffen in Kontakt. Insektizide, Fungizide, Herbizide, Konservierungsstoffe, künstliche Aromen, Farbstoffe, Medikamente, Schwermetalle, Nikotin, Elektrosmog, aber auch diverse Erregerkeime und deren Ausscheidungsstoffe wirken ständig auf jede einzelne Zelle im Organismus ein. Ist der Körper nicht in der Lage, diese Stoffe auszuscheiden, lagert er sie „vorübergehend“ im Zwischenzellgewebe ein.

Im Mittelalter, als es noch keine breit angelegte Kanalisation gab, musste man ständig aufpassen, wenn ein Fenster aufging, nicht mit Unrat überschüttet zu werden. Ähnlich verhält es sich mit unseren Körperzellen. Alles, was nicht gebraucht wird, wird vor die Tür geworfen. Und so wie sich im Mittelalter häufig Krankheiten wie Pest und Cholera in diesem Milieu ausbreiten konnten, entstehen auch bei uns Krankheiten, wenn diese sogenannten Schlackestoffe nicht mehr abtransportiert werden können.

Für die Reinigung des Zwischenzellraumes, auch Matrix genannt, ist die Lymphflüssigkeit zuständig. Die Lymphe wird in die Filterstation Lymphknoten geleitet, wo Makrophagen und andere Fresszellen eine grobe Reinigung vornehmen. Wenn wir der Lymphflüssigkeit nun folgen, landen wir im Blutkreislauf und werden über die Leber und die Niere verstoffwechselt und ausgeschieden. So ist der normale Ablauf, sehr vereinfacht dargestellt.

Doch ist die Matrix verstopft, kommt es zu Stauungen im Abfluss, aber auch zu einer Unterversorgung jeder einzelnen Zelle. Wichtige Nährstoffe und auch Sauerstoff können nur unzulänglich an die Zelle geliefert werden. Die Folge ist fatal: Die Mitochondrien, also die Kraftwerke in unseren Zellen, bekommen nicht ausreichend Material, um eine Energieversorgung im Körper sicherzustellen.

Unser Körper kommt in eine sogenannte Regulationsstarre und ist nicht mehr in der Lage, adäquat auf Reize zu reagieren. Es besteht nun die Gefahr, dass sich schwere Krankheiten entwickeln. Wir werden anfangs träge, müde, bekommen Kopfschmerz, Muskel- und Gelenkschmerzen, die geistige Leistung lässt nach und vor allem werden wir krankheitsanfällig.

Später dann entstehen rheumatische Beschwerden, Allergien, Autoimmunerkrankungen, Blasen-, Nieren- und Gallensteine, Muskelverhärtungen durch Gewebeübersäuerung, Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose und Herzinfarkt.

In der Naturheilkunde haben wir eine Vielzahl an Möglichkeiten der Entgiftung, Ausleitung und Immunmodulation.

Grundsätzlich werden die wichtigsten Entgiftungsorgane, also Leber, Niere, Lymphe, Darm und Haut, in einer bestimmten Reihenfolge angeregt, um Giftstoffe auszuleiten. Eine gezielte therapeutische Begleitung ist wichtig, weil Sie ansonsten Gefahr laufen, toxische Stoffe nur freizusetzen, aber nicht auszuscheiden. Um herauszufinden, welche Methode für Sie angemessen ist, bedarf es einer ausführlichen Anamnese und eines individuellen Therapiekonzeptes.