Menschmodell (Quelle: J.Gratz)

Menschenbild

Wie oft wundert oder ärgert man sich über andere Menschen.

Wie kann es sein, dass Menschen plötzlich mit Terroristen sympathisieren oder sogar selbst welche werden? Wie kommt es, dass manche auf einmal fundamentalistisch religiös werden? Wieso können manche Menschen plötzlich ihre Toleranz verlieren oder rücksichtslos anderen schaden?

Im Laufe vieler (vieler) Jahre hat sich bei mir ein Bild von uns Menschen herausgebildet. Das hilft mir, Menschen und ihre vielfältigen Probleme zu verstehen. Ich versuche hier einmal, mir selbst darüber klar zu werden, wie dieses Bild eigentlich aussieht.

Anfangs versuchte ich jahrelang mithilfe vieler kluger Bücher und Seminare, irgendwelche Menschentypen zu erlernen und an Anzeichen und Merkmalen zu erkennen, welcher Typ gerade vor mir steht. Da gibt es haufenweise Typenlehren nach den alten Griechen, nach C.G. Jung, nach Astrologie, Ayurveda, wissenschaftlichen und esoterischen Klassifikationen. Dazu jede Menge Diagnose-Schemata wie Zungen-Diagnose, Gesichtsdiagnose, Blickdiagnose und Irisdiagnose. Aber immer hatte ich meine Schwierigkeiten mit allen diesen Einteilungen. Irgendwie brachte ich es nie fertig, Menschen einfach so in Schubladen zu packen. Egal, was auf den Etiketten stand.

Heute versuche ich jeden Menschen so und genau so zu sehen, wie er gerade ist; im Ganzen, in seiner Entwicklung, in seinen Problemen und Ängsten und in seinen Sehnsüchten.

Meine Vorstellungen zum Verständnis des Menschen lassen sich in wenigen Einsichten zusammen fassen:

  1. Menschen an sich sind gut und liebenswert, ihr Verhalten oft nicht. Es ist sinnvoll, Menschen und ihr Verhalten zu unterscheiden.
  2. Menschen bestehen aus einem lebenden und einen unsterblichen Teil. Den lebendigen Körper unterscheide ich aus praktischen und nachvollziehbaren Gründen in vier Teile: den physischen, den energetischen, den emotionalen und den mentalen Körper. Daneben hat der überlebende (göttliche?) Teil vermutlich auch noch die drei Komponenten Wille, Wissen und Liebe.
  3. Menschen haben sieben Lebenswelten, die für ihn (am besten gleichermassen) wichtig sind: das Privatleben, die Religion, die Bildung, die Künste, die Wirtschaft (Arbeit), die Öffentlichkeit und die Freizeit.
  4. Das Ich-Bewusstsein des Menschen ist nur eine Projektion des Bewusstseins aller Körperzellen. Und es wird beeinflusst von der zehnfachen Menge von Mikroben in unserem Körper.

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